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Destroyer Command
Saturday, 27 August 2005
Destroyer_Command_Review


Wer schon zu den seligen Zeiten eines C64 mit dem „Destroyer“ in See stach und seitdem auf einen Nachfolger wartet, der kann schon mal die Kommandanten-Uniform von damals aus dem Schrank holen.
Denn „Destroyer Command“, das Überwasser-Pendant zu „Silent Hunter 2“ aus dem Hause Ubi Soft/Ultimation bietet alles, was der „Destroyer“ bereits bot – und mehr!


Spielablauf:
Wie im „Schwesterprogramm“ Silent Hunter 2 absolviert man auch hier eine komplette Karriere, diesmal allerdings an Bord eines US-Zerstörers. Man beginnt im Jahr 1941 und arbeitet sich dann bis zum Kriegsende durch. Zur Verfügung stehen zwei Kampagnen, Atlantik und Pazifik. Man bekommt Patrouillen-Aufträge, fährt Geleitzugsicherung im Atlantik oder geht auf U-Boot-Jagd. Wer sich mit großen deutschen Schlachtkreuzern wie der „Prinz Eugen“ messen will, bekommt auch dazu Gelegenheit. Allerdings braucht die „Eugen“ grade mal drei gut sitzende Breitseiten um den schmucken fabrikneuen Zerstörer in einen Haufen Altmetall zu verwandeln.
Auch hier gilt: Keine dynamische Kampagne, man absolviert hintereinander die festgelegten Missionen. Wer sich bewährt, heimst nicht nur Orden ein, auch Beförderungen winken. Nach und nach steigt man so auf der Karriereleiter nach oben, um irgendwann ganze Flottillen befehligen zu können. Dabei unterstehen dem Spieler dann bis zu 8 Schiffe.
Das wirkt sich besonders dann positiv aus, wenn man einen Geleitzug sichert und sich gleichzeitig gegen U-Boote und Flugzeuge zur Wehr setzen muss.

Der Einstieg:
Silent Hunter 2-Besitzer werden sich auf Anhieb heimisch fühlen, denn DC benutzt die gleiche Grafik-Engine und ein ähnliches Bedienkonzept. Nach der Installation kann man die gewohnten Grafik-, Sound- und Realismuseinstellungen vornehmen, bevor man sich für eine der beiden Kampagnen oder für eine historische Einzelmission entscheidet.
Die meiste Zeit verbringt man auch hier vor der Karte um Kurs, Geschwindigkeit und später, wenn man Flottillen befehligt, die Formationen festzulegen. Zumindest solange, wie es ruhig bleibt. Bei Feindkontakt hüpft man zwischen dem Beobachtungsdeck, der Radarstation oder der Geschütz- bzw. Wabo-Station hin und her. Wer bei der U-Boot-Bekämpfung allerdings blindlings mit Wasserbomben um sich wirft, wird schnell Probleme bekommen – denn je nach Zerstörer-Klasse sind nur bestimmte Mengen vorhanden. Sind alle verbraucht, steht man einem getauchten U-Boot nahezu schutzlos gegenüber und kann nur noch mit Höchstfahrt ablaufen, ständig die Angst vor Torpedoangriffen im Nacken. Man greift unwillkürlich zur Schwimmweste...
Die Bewaffnung setzt sich aus 40mm-Kanonen, Flugabwehrgeschützen, Torpedos und Wasserbomben zusammen.
Der integrierte Editor ist auch hier dürftig ausgefallen und bietet nicht mehr als der von SH 2.

Die Grafik:
Die verschiedenen Überwassereinheiten sind gut gestaltet, und vor allem der aus dem Schornstein quellende Rauch sieht sehr realistisch aus.
Durch die Verwendung der gleichen Grafik-Engine können die meisten Modifikationen, die für SH 2 konzipiert wurden, auch hier eingesetzt werden. Auch die Wasseroberfläche lässt sich ein wenig aufmotzen, so dass aus langweiligem grau-in-grau ein wesentlich besser aussehendes blau-grün wird.
So kommt man wieder in den Genuß gut gestalteter Wasserfontänen oder brennender Öllachen um zerstörte gegnerische Schiffseinheiten. Explosionen entwickeln vor allem bei Nacht-Einsätzen einen großen Reiz.
Echtes Kommandanten-Feeling kommt auf dem Beobachtungsdeck auf, von wo man einen 360-Grad-Rundumblick hat.

Der Sound:
Rauschende Wassersäulen nach Wasserbombenexplosionen, laut wummernde Motoren bei grosser Fahrt und auch krachende Einschläge auf dem eigenen Schiff lassen Gefechtsatmosphäre aufkommen. Die Meldungen von den einzelnen Stationen wirken zwar etwas monoton, aber mitten im Kampfgetümmel ist so etwas eher zweitrangig, dabei kommt es nur auf Informationen über Beschädigungen oder Zerstörungen eigener sowie feindlicher Einheiten an.

Die Steuerung:
Aufgerufen werden die einzelnen Stationen über die Funktionstasten oder per Maus. Die mitunter immens wichtige Flottillensteuerung findet auf der Karte statt, deshalb ist es ratsam, diese gut zu beherrschen!
Auch hier werden die gegnerischen Verbände durch die vertrauten farbigen Symbole dargestellt, aber auch Einsteiger ohne einschlägige SH 2-Erfahrung finden sich schnell zurecht.
Von jeder Station aus hat man Zugriff auf ein zentrales Steuerungssystem, um unmittelbare Befehle erteilen zu können. So können nicht nur Kurs und Geschwindigkeit der jeweiligen Lage angepasst werden, auch Stationen werden direkt bemannt und sind sofort einsatzbereit.
Wer Geschütze, Wabo-Stationen oder die Flak per Hand bedienen möchte, wechselt zur jeweiligen Station, die restlichen Aufgaben übernimmt derweil die KI. Vor allem bei der U-Boot-Jagd ist Geduld und auch Geschick gefragt, denn schnell wechselnde Tiefen und häufige Kurswechsel der U-Boote machen ein ständiges aktualisieren der eingestellten Wabo-Werte unumgänglich. Hier haben die kampferprobten Veteranen der U-Boot-Waffe einen klaren Vorteil, denn die KI verwendet die sattsam bekannten Taktiken, so dass schnell erste Erfolge verbucht werden können.

Multiplayer:
Hier sollte man mindestens über einen ISDN-Anschluss verfügen, Modem-gestützte Online Games sind nur bedingt möglich – spätestens, wenn größere Überwasserverbände auftauchen, geht das Modem aufgrund der zu berechnenden Datenmenge in die Knie.
Bereits bei Erscheinen von DC gab es einen Patch für die Version 1.1, welcher die Stabilität bei MP-Einsatzen erhöht.

Fazit:
Wer als U-Boot-Veteran einmal die andere Seite kennenlernen möchte, ist hier gut bedient! Genre-Neulinge finden sich schnell zurecht und auch altgediente Wasserratten kommen voll auf ihre Kosten. Destroyer Command kommt mit mehr „Action“ daher wie SH 2, wer sich aber für historische Seegefechte interessiert, liegt hier nicht falsch. Ob Hardcore-Simulanten sich hier wohl fühlen, muss jeder für sich selbst entscheiden, in diesem Punkt scheiden sich die Geister.

Features:
3 Schauplätze: Atlantik, Mittelmeer, Pazifik
Mulitplayerspiel mit Silent Hunter 2
Missionsgenerator
14 Zerstörerklassen, Kreuzer, Schlachtschiffe,
Handelsschiffe, Tanker, Flugzeuge, U-Boote, etc.
Angriffe auf Landziele wie Küstenbatterien usw.
Virtueller Rundgang auf der USS Kidd (DD-661)

Empfohlene Systemvoraussetzungen:
P II, 600 MHz
128 MB RAM
DirectX 8
650 MB freier Festplattenspeicher
3D-Grafikkarte mit 32 MB RAM
Windows 95/98/ME/XP

Foren:

Destroyer Command
Destroyer Command Patches & Mods

Screenshots:

(Zum vergrößern Bild anklicken)

 


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